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Rolf Richter

Anifit Fachberater

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Anifit Hundenahrung

Grundsätzliches zum Thema Futtermittel

Geht man nach der Werbung der Hersteller, ist jedes Hundefutter das Beste. Doch sieht man genauer hin, muss man feststellen, dass das nicht so ganz stimmen kann.

Häufig beinhalten die Produkte sehr viel Getreideanteile, minderwertiges Fleisch und tierische Nebenprodukte.  Darüber hinaus werden den Produkten oftmals Farb-, Konservierungsstoffe hinzugefügt, sowie Aromastoffe Geschmacksverstärker verwendet (was nicht unmittelbar aus der Kennzeichnung erkennbar sein muss), damit das Ganze auch für den Hund gut riecht und schmeckt.

All diese Stoffe sind jedoch häufig Auslöser für Erkrankung, wie z B. Allergien, Verdauungsprobleme, Hauterkrankungen, Krebs und vieles mehr. Daher ist es wichtig, die Bedeutung der einzelnen Bezeichnungen auf der Deklaration zu kennen.

Wussten Sie z.B. das bei der Futtermittelkennzeichnung zwischen einer geschlossenen und einer offenen Deklaration unterschieden wird?

Bei einer geschlossene Deklaration sind bei den Angaben zur Zusammensetzung in der Auflistung der Zutaten nur die Futtermittelgruppen angegeben. Es ist nicht erkennbar, um was es sich im Einzelnen handelt und in welcher Menge sie enthalten sind. Zum Beispiel “Geflügelmehl”. Dieses kann Fleisch, jedoch auch Schlachtabfälle wie Knochen, Federn, Innereien, Drüsen, Köpfe, Krallen, Schnäble enthalten.

Bei einer offenen Deklaration hingegen wird genau angegeben, welche Zutaten mit welcher Menge (in der Regel prozentual) die Hundenahrung enthält.

Mehr zu den Inhaltsstoffen von Hundefutter und Gesundheitsthemen rund um den Hund können Sie auf den weiteren Seiten meiner Homepage erfahren.

Je natürlicher und unbelasteter die Zutaten und je schonender die Zubereitung, desto gesünder ist die Nahrung.

Je hochwertiger die Nahrung, desto intensiver und länger der Verdauungsprozess, desto höher die Aufnahme von Inhaltsstoffe, desto geringer die Kotmenge.

Je minderwertiger die Nahrung, desto schneller der Verdauungsprozess, desto geringer die Aufnahme von Inhaltsstoffe, desto größer die Kotmenge.

Es gibt drei große Futtermittelgruppen.

Trockenfutter

Trockenfutter

Barfen

Rohfutter (Barfen)

Dosennassfutter1

Dosennassfutter

Trockenfutter wird aus Mehlen hergestellt. Im einzelnen handelt es sich überwiegend um Tier- und Getreidemehle. (Tiermehl wird aus getrocknetem  Fleisch und tierischen Nebenerzeugnisse hergestellt. Getreidemehle werden aus Getreide und Getreideabfallprodukte der Lebensmittelindustrie gefertigt).  Dazu kommen noch Fette, Vitamine, Mineralien und je nach Hersteller noch andere Zusätze. Das Ganze wird gemischt und in Extrudern unter Druck und Wärme zu den Kroketten geformt.

Die Angaben zur Zusammensetzung müssen keine Informationen zu den Ausgangsprodukt enthalten. Zum Beispiel,  wie hoch der Fleischanteil bzw. der Anteil an  tierisch Nebenerzeugnissen beim Tiermehle ist. Gleich gilt bei den Getreidemehlen.

Wichtig: Für den industriellen Fertigungsprozess ist es wichtig, dass die Futtermischungen gut mit Maschinen be- und verarbeitbar sind und die Krokette nach dem Fertigungsprozess auch die Form behält. Daher sind bei Trockenfutter entsprechende Zusätze, bzw. ein Mindestgehalt an Stärke als “Backmittel” erforderlich.

Rohfutter (Barfen)

Diese Art der Ernährung orientiert sich an der Ernährungsweise insbesondere von Wölfen. Es wird ausschließlich rohes Fleisch, rohe Knochen, rohe Innereien, sowie Gemüse verfüttert. Bei Gemüse ist aus meiner Sicht jedoch zu bedenken, dass auch der Wolf kein rohes Gemüse frisst, sonder in der Regel immer vorverdautes aus den Magen und Darminhalt seiner Beute. Barf Futter wird in der Regeln als Tiefkühlware angeboten und versendet, es kann natürlich auch direkt vom Schlachter bezogen werden (so habe ich es früher gemacht).

Folgende Dinge sollten Sie beim Barfen beachten:

  • Von welchen Tieren stammt das Fleisch , bzw. die Innereien?
  • Wurden die Tiere mit Medikamenten behandelt?
  • Ist das Fleisch bzw. sind die Innereien mit Konservierungsstoffe behandelt?
  • Die Ernährung muss ausgewogen (Fleischanteil und pflanzliche Bestandteile) und darf nicht zu einseitig sein.
  • Der Nährstoffgehalt (Eiweiß, Kohlenhydrat, Fettgehalt) muss auf den Hund abgestimmt sein.
  • Die Ware muss entsprechend gelagert werden können, z .B. in einem Gefrierschrank oder einer Gefriertruhe.
  • Die Nahrung sollte bei Fütterung Raumtemperatur haben. (Bedenken Sie, ein Beutetier hat in der Natur, wenn es gefressen wird noch Körpertemperatur und kühlt dann langsam ab.)
  • Es muss sehr auf Sauberkeit geachtet werden, auch zu Ihren Schutz, da sich z. B. Salmonellen bilden können

Dosennassfutter

Bei diesem Produkt gibt es sehr große Qualitätsunterschiede.

Das fängt schon bei der Dose an. Es ist ein Unterschied, ob eine Dose aus einfachen Weißblech gefertigt ist oder ob sie den Vorschriften für Weißblechverpackungen von Lebensmitteln entspricht. Bei der letzt genannten Dose ist die Gefahr ausgeschlossen, dass durch den Doseninhalt Stoffen aus dem Verpackungsmaterial herausgelöst  werden.

Der Inhalt

Betrachte man sich die Zusammensetzung der verschieden Hersteller, so findet man z. B. sehr starke Differenz bei Angabe zum Gehalt an Fleisch und tierischen Nebenerzeugnissen. Das eine Produkt enthält lediglich 4%, andere Produkte haben bis über 90% an Fleisch und tierischen Nebenerzeugnissen. Dieses sagt aber noch nichts darüber aus, wie hoch tatsächlich der Fleischanteil und wie hoch der Anteil an tierischen Nebenerzeugnissen ist und von welcher Qualität diese Bestandteile sind. Je geringer der Anteil an Fleisch und tierischen Nebenerzeugnissen, je größer ist der Anteil pflanzlichen Bestandteilen und sonstigen Produkten z. B. Abfallprodukten aus der Lebensmittelerzeugung.

Wie hoch der Nähwert eines Produktes ist, ist sehr einfach an der erforderlichen Futtermenge erkennbar. Je mehr gefüttert werden muss, je geringer ist der Nährwert der Nahrung (Mengen Angabe Trockenfutter / Nassfutter sind nicht vergleichbar)

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