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Rolf Richter

Anifit Fachberater

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Anifit Hundenahrung

Die Verdauung des Hundes

Auf den ersten Blick sieht alles gleich aus.

In die vordere Körperöffnung, dem Maul, wird die Nahrung eingeführt und nach dem Verdauungsprozess werden unverwertbare Nahrungsbestandteile hinten wieder als Kot ausgeschieden.

Doch dieser Blick täuscht!

Der Hund zählt zu der Gruppe der fleischfressenden Säugetiere, den Canivoren. Daher unterscheidet sich das Verdauungssystem des Hundes wesentlich von dem anderer Säugetiere

Wichtig: Trotzdem benötigt der Hund für eine ausgewogene Ernährung neben hochwertigen Fleisch und Innereien (enthält neben Proteine auch andere wichtige Nährstoffe) auch in geringen Umfang pflanzliche Nahrungsbestandteile (Kohlenhydrate) .

Die Verdauung des Hundes gliedert sich, wie bei allen Säugetieren, in zwei Abschnitte

  • In einen mechanischen Teil, in dem die Nahrung zerkleinert wird.
  • In einem biochemischen Teil, in dem die einzelnen Inhaltsstoffe der Nahrung durch Säure( Magen- und Gallensäure) und Enzyme für den Körper verfügbar gemacht werden.

Jedoch gibt es bei dem Hund, in den einzelnen Verdauungsabschnitten erhebliche Unterschiede zu anderen Säugetieren.

1. Das Gebiss.

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Das Gebiss besteht aus:

  •   4 Fangzähnen
  • 12 Schneidezähne
  • 26 Backenzähnen

Das Gebiss dient lediglich der groben Zerkleinerung und nicht dem intensiven zermahlen der Nahrung. Das ist gut an den Backenzähnen erkennbar, die mehr wie Schneide- als Mahlwerkzeug ausgebildete sind. Ein intensives zerkleinern der Nahrung ist auch nicht erforderlich, da der Speichel, anders wie z.B. bei uns Menschen, keinerlei Verdauungs- enzyme enthält, sondern lediglich als Schmiermittel dient.

Übrigens, wenn das Fressen des Hundes gut riecht und er sich darauf freut, läuft Ihm im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser (der Speichel) schon vor dem Fressen im Maul zusammen. Oft tritt der Speichel dann seitlich aus dem Maul aus.

2. Der Magen und der Darm

Der Magen und Darm sind sehr wichtige, aber auch empfindliche Organ bei Verdauungsprozess des Hundes, jedoch für uns nicht sichtbar.

Als erstes gelangt die grob zerkleinerte Nahrung in dem Magen. Die Säure des Hunde -Magens hat einen pH - Wert von 1, das entspricht dem pH-Wert von Salzsäure. Um die Magenwände vor der Säure zu schützen, muss der Magen, neben der Magensäure, auch ausreichend Schleim produzieren, der dann die Magenschleimhaut bildet. Beide Prozesse werden durch den Geruch der Nahrung ausgelöst.

Überlegen Sie an dieser Stell bitte, welche Nahrung wohl am besten und intensivsten riecht.

Der Magen hängt quer zum Hundekörper im Bauchraum. Er wird durch Bände an der oberen und unteren Teil des Magens gehalten. (Daher besteht, insbesondere bei großen Hunden auch die Gefahr der Magendrehung, wenn sie nach dem Fressen z.B. herumtoben). Es handelt sich um einen sogenannten Sackmagen. Durch Muskelbewegung wird die Nahrung zu einem Brei verarbeitet und gelangt vom Magen in den Darmtrakt.

Auch der Darm des Hundes hat eine besondere Eigenschaft: Seine Länge beträgt nur das 6,8 fache der Körperlänge des Hundes (Bei einer Ziege beträgt die Länge des Darms z.B. das 24 fache der eigenen Körperlänge).

Was bedeutet das?

Der Verdauungssystem des Hundes ist für eine leicht verdauliche Nahrung, wie z.B. Fleisch ausgelegt.

Komplexe Kohlenhydratverbindungen wie z.B. Getreide oder Gräser kann das Verdauungssystem nicht aufspalten. Zum einem, weil es nicht genügend der erforderlichen Enzyme produziert und zum anderen, weil der Darm hierfür nicht die erforderlich Länge hat, um für die Nahrungsverwertung erforderliche Verweildauer zu bieten.

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